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Silvester mit Hund

Aktualisiert: 24. Juni 2019

Es mag den ein oder anderen Hund geben, dem die Knallerei in der Silvester Nacht so gar nichts aus macht, doch in der Regel bedeutet diese Nacht nicht nur für unsere Hunde sondern für fast alle Tiere Stress. Dieser Stress kann bei unseren Hunden ganz unterschiedlich aussehen. Die einen ziehen sich zurück, verkriechen sich unter den Möbeln oder in Ecken, die anderen irren nervös durch die ganze Wohnung. Manche Hunde wollen weder Gassi gehen noch Essen und dass sogar manchmal schon Stunden bevor das neue Jahr eingeläutet wird. Für mich ist die Sinnhaftigkeit der Knallerei völlig indiskutabel, es ist Laut, verpestet die Luft und kostet Unmengen an Geld. Doch solange die Silvesterböller nicht verboten werden, wird es keine akzeptable Lösung für all die Lebewesen geben, die darunter leiden.

Dennoch sollte sich jeder Hundehalter auf diese Nacht und die Zeit davor ausgiebig vorbereiten um es den Hunden so gut es geht erträglicher zu machen. Wegfahren ist hier natürlich die beste Variante.

Da viele aber entweder an Silvester noch arbeiten müssen und die abgelegenen Urlaubsziele die wirklich knallfrei sind schon bereits Monate im Voraus ausgebucht sind, sind viele darauf angewiesen die Nacht in den eigenen vier Wänden zu verbringen.

Mit folgenden Tipps könnt ihr versuchen die Silvester Nacht euren Vierbeinern und euch angenehmer zu gestalten:

  • 1. Den Hund in dieser Nacht auf keinen Fall alleine zuhause lassen. Auch wenn es zahlreiche verlockende Partys gibt, ist es wirklich das schlimmste was du tun kannst, deinen Hund mit dem Stress alleine zu lassen.

  • 2. Sicherheitsvorkehrungen für die Gassirunden treffen. Jeder Knall kann sich unterschiedlich auf unseren Hund auswirken. Da wir oft schon Tage vor Silvester mit vereinzelten Böllern rechnen müssen, ist das richtige Sicherheits-Management goldwert. Sichert eure Vierbeiner gegeben falls doppelt an Halsband und Geschirr oder besorgt euch ein Sicherheitsgeschirr. Leint eure Hunde wirklich nur in gesichertem Gelände ab.

  • 3. Keine Psychopharmaka oder Alkohol. Im Netz kursieren die wildesten Tipps von Medikamenten die den Hund ruhig stellen sollen bis hin zu Eierlikör. Psychopharmaka lähmen den Hund und lassen ihn nach außen hin ruhig wirken, innerlich empfinden sie den Stress dennoch genauso stark und können durch die lähmende Wirkung nicht mit uns kommunizieren. Auch Alkohol, im speziellen der Eierlikör zu dem oft geraten wird, ist erstens giftig für den Hundeorganismus und hat zweitens eine ähnlich lähmende Wirkung wie Medikamente. Die Hunde wissen nicht, was sie da eingeflößt bekommen und wenn sich plötzlich das eigene Körpergefühl verändert bedeutet das noch zusätzlichen Stress. Natürlich spricht nichts dagegen euren Hund mithilfe der richtigen homöopathischen Mitteln zu unterstützen. Sprecht das doch am besten mit genügend Vorlauf mit eurem Tierhomöopathen durch.

  • 4. Rückzugsmöglichkeiten anbieten. Bietet euren Hunden so viele Rückzugsmöglichkeiten wie möglich, baut Höhlen aus Decken und versucht es ihnen soweit es geht kuschlig zu gestalten. Dunkelt eure Wohnung so gut es geht ab, sodass so wenig Lichtblitze wie möglich durch die Fensterkommen.

  • 5. Entspannungsmusik anmachen. Sucht euch eine beruhigende Musik raus, die ihr euren Hunden anmachen könnt, wenn die Knallerei losgeht. Im Netz gibt es kostenlose stundenlange Playlists dafür. Am besten macht ihr diese Musik auch schon Tage im Voraus immer mal wieder an, wenn ihr gerade beide entspannt seid.

  • 6. Die Angst nicht bestätigen. Ein Fehler den wir gerne machen, ist unsere Hunde in ihrer Angst zu bestätigen. Dies passiert oft unbemerkt mit einer gut gemeinten Geste. Wenn die Hunde offensichtlich Angst haben, zittern oder panisch durch die Gegend laufen sollten wir jederzeit für sie da sein, sie aber nicht mit Zusprüchen und übertriebenen Streicheleinheiten zusätzlich überfordern. Wenn ihr merkt, dass es eurem Hund nicht gut geht, setzt euch zu ihm, versucht selbst ganz ruhig zu sein und bietet ihm vorsichtig eure Körpernähe an.

Außerdem solltet ihr beachten, dass es von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein kann und zum Beispiel ein Hund der in den ersten paar Jahren seines Lebens wenig Stress an Silvester hatte, plötzlich sensibler auf die Knallerei reagiern kann. In meinen Augen ist es fatal zu glauben, dass es die 'stressfreie' Silvesternacht gibt. Den ein oder anderen Hund ausgeschlossen dem das wirklich nichts ausmacht.

Aber zum Glück geht auch die Silvester Zeit wieder vorbei und je nachdem wie stressig diese dann tatsächlich für euch war, habt ihr jetzt ein Jahr Zeit euch auf das nächste Silvester vorzubereiten.


Wenn ihr noch Fragen zu dem Thema habt oder euch unsicher seid, schreibt mir doch gerne über mein Kontaktformular eine Nachricht.


Ich drücke euch allen von Herzen die Daumen, dass ihr gut ins neue Jahr kommt.

Rebecca

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